Chronik der FVK

1960 bis 1970 Auswirkungen des Strukturwandels in der Vieh- und Fleischvermarktung. Rückgang der Auftriebe auf dem Viehmarkt. Rückgang der Schlachtungen. Beschluß über den stufenweisen Abbau der Ausgleichsabgabe.
4. August 1970 Ein Gutachten über die wirtschaftliche Situation des Schlachtviehgroßmarktes wird von der Stadt in Auftrag gegeben.
15. Januar 1971 Das Viehhofgutachten von Herrn Dr. Pougin liegt vor.
Januar 1971 Die Verhandlungen über Gebührenerhöhungen werden abgeschlossen. Sie betragen linear 25%. Seitens der Stadt wird festgestellt, daß selbst mit dieser Erhöhung auf Dauer keine Kostendeckung erzielt werden kann. Der örtliche Marktverband sagt aus, daß diese Erhöhung die Gewerbetreibenden in ihrer Wettbewerbsfähigkeit stark einschränkt.
31. März 1971 Der örtliche Marktverband legt der Stadt eine Vorschlagsliste für Umgestaltungs und Rationalisierungsmöglichkeiten vor.
7. Juli 1971 Erste Gespräche über die Gründung einer Fördergemeinschaft Schlacht- und Viehhof Köln in der Gaststätte „Alt Köln".
4. August 1971 Im Hause des Handwerks wird die „Fördergemeinschaft Schlacht- und Viehhof Köln" gegründet. 114 Firmen traten bei dieser Gründungsversammlung der Fördergemeinschaft bei. Ein Verwaltungsrat wird konstituiert, dem die Sprecher aller Berufsgruppen angehören.

10. November 1971

 

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Es zeigt sich, daß die Stadt zwar gewillt ist, zusammen mit den Benutzern den Schlachthof zu erhalten, daß sich jedoch ein finanzielles Engagement politisch schwerlich darstellen läßt.Erstmalig macht die Verhandlungskommission der Fördergemeinschaft den Vorschlag, die Rechtsform des Schlachthofes zu ändern: eine Betriebsgesellschaft zu gründen, die den Schlachthof pachtet und die erforderlichen Investitionen mit ihren Gesellschaftern selbst durchführt. Die Vertreter der Stadt nehmen diesen Vorschlag günstig auf.
18. Januar 1972 Der Ausschuß für öffentliche Einrichtungen befaßt sich mit dem Thema Schlacht und Viehhof und steht der Gründung einer privaten Trägerschaft positiv gegenüber.
2. Mai 1972 Die FVK wird unter der Nr. HRG 5230 in das Handelsregister eingetragen.

30. Juni 1972

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Der damalige Minister Deneke besucht den Schlachthof und informiert sich über den Stand der Dinge. Er zeigt sich von den Plänen der FVK beeindruckt und prägt das Wort vom „Kölner Modell", das er als ein Musterbeispiel für den gesamten EG-Raum und für förderungswürdig hält.
26. Oktober 1972 Der Rat der Stadt beschließt die Schließung des Schlacht- und Viehhofes.
14. Dezember 1972 Kölns Oberstadtdirektor Professor Mohnen für die Stadt, Egon Peters und Eugen Fiedler für die FVK, unterzeichnen im Scheinwerferlicht des Fernsehens den Vertrag, der die Übernahme des Schlacht- und Viehhofes per 1. Januar 1973 durch die FVK Fleischversorgung Köin GmbH besiegelt.
31. Dezember '72/
1.Januar 1973
Gut vorbereitet, fast unbemerkt und nahtlos geht der Betrieb im Schlacht- und Viehhof von der Verantwortung der Stadt in die der FVK über.
1973 Der neu eingesetzte Aufsichtsrat und seine Ausschüsse befassen sich mit den Planungsvorschlägen des Planungsbüros. Es geht um die Umgestaltung des Viehhofes, der Schlachtanlage und um den Neubau eines Fleischgroßmarktes.
31. Juli 1973 Schwierigkeiten:
Das Gewerbeaufsichtsamt will die alten Kühlhäuser an der Liebigstraße schließen. In einer Blitzaktion wird ein Ersatzkühlhaus, das sich später in den neuen Fleischmarkt einfügt, gebaut.
1. Oktober 1973 Die alten Kühlhäuser werden geschlossen. In die Lebendviehhalle werden Buchten für Kleinvieh eingebaut. Beginn der Umrüstung der Schlachthofeinrichtungen. Einbau von Schlachtbändern für Rinder, Kälber und Schweine. Die Bedarfserhebung ergibt eine Fleischmarktfläche von fast 5.000 qm.
1974 Die Planung für den Fleischgroßmarkt wird weiter vorangetrieben.
14. Februar 1974 Das erste Rind, ein Bulle, wird über das neue Schlachtband geschlachtet.
März 1974 Die alte Kälbermarkthalle wird abgerissen.
Juli 1974 Das Schlachtband für Schweine und Kälber wird in Betrieb genommen.
2. Oktober 1974 Der Einbau eines Verdunstungskondensators wird beschlossen.
1. November 1974 Der neue Innereienmarkt wird bezogen.
2. Dezember 1974 Der Aufsichtsrat befaßt sich mit der Ansiedlung der Firma Fleischereinkauf auf demFVK-Gelände.
März 1975 Abbruch der Futtermühle
16. Juni 1975 Die Planung für den Bau des neuen Fleischgroßmarktes ist beendet.

9. September 1975

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Der Vergabeausschuß berichtet dem Aufsichtsrat über die Vergabeverhandlungen im Zusammenhang mit dem Neubau Fleischgroßmarkt.
Der Aufsichtsrat befaßt sich mit dem Bau eines neuen Kesselhauses unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparung.
November 1975 Erster Spatenstich - Neubau Fleischgroßmarkt.
24. März 1976 Richtfest Fleischgroßmarkt.
1. Juni 1976 Die erste Firma zieht in den neuen Fleischgroßmarkt ein.
Juli 1976 Teilabbruch der alten Rinderschlachthalle.
Dezember 1976 Der Umzug der Firmen in den Fleischmarkt I ist abgeschlossen.
Februar 1977 Abbruch Rest Rinderschlachthalle.
Juli 1977 Der Fleischmarkt II wird bezogen.
September 1977 Abbruch des alten Rinderkühlhauses, des alten Kesselhauses und des Wasserturmes.
August 1978 Abbruch der ehemaligen Freibank und der Nebenräume. Abbruch der alten Fleischverkaufshalle.
Dezember 1978 Die Schweineschlachtungen zeigen eine steigende Tendenz, ebenso die Kälberschlachtungen. Die Rinderschlachtungen sind konstant. Da die Marktauftriebe weiterhin rückläufig sind, wird der Beschluß gefaßt, den Schlachtviehgroßmarkt mit Beginn des kommenden Jahres einzustellen. Es soll lediglich eine marktähnliche Veranstaltung durchgeführt werden.
Februar-April 1979 Fertigstellung der Verkehrsflächen.
Juli bis
September 1979
Umzug der Firmen in die fertiggestellte Halle - Bedarfshandel.
Abbruch der alten Kälberschlachthalle.
27. April 1980 Einweihung.

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